Was wir uns wünschen
Wenn du absolut keine Vorstellung hast, wieviel du vernünftigerweise
für deinen Uberspace zahlen könntest, schlagen wir dir vor,
einen Betrag zwischen 5 und 10 Euro monatlich zu wählen.
Damit bewegst du dich in einem Bereich, in dem andere Anbieter
beginnen, Pakete mit vergleichbarer Ausstattung zu schnüren.
Du bist auch keineswegs darauf festgelegt, diesen Betrag dann für immer zu bezahlen:
Du kannst jeden Monat neu festlegen, wieviel dir Uberspace.de wert ist.
Wenn du knapp bei Kasse bist, scheue dich nicht, weniger zu bezahlen:
Uns ist wichtiger, dass auch du deine Stimme im Netz bekommst,
als auf einem festen Betrag zu bestehen.
Wenn es dir hingegen nicht auf ein paar Euro ankommt,
freuen wir uns, wenn du freiwillig mehr bezahlst.
Du unterstützt damit viele andere,
die bei uns spannende Sachen ins Netz stellen,
aber vielleicht nicht viel Geld haben.
Wir haben uns allerdings entschieden,
als absolute Untergrenze einen Mindestpreis von 1 Euro monatlich festzulegen.
Wir hoffen, dass du das nicht als kleingedruckte Einschränkung empfindest, denn
du wirst ohnehin kaum einen Anbieter finden, bei dem du für diesen Kurs mehr als eine
Mini-Web-Visitenkarte bekämst – wenn überhaupt.
Sieh den Mindestpreis daher eher als den berühmten symbolischen Euro, ohne den es einfach nicht geht.
Eins ist aber für uns selbstverständlich, selbst wenn du nur den Mindestpreis wählst:
Wir beurteilen dich nicht nach dem, was du bezahlst.
Insbesondere wenn du technischen Support brauchst,
leuchtet da nicht neben deiner Anfrage eine »Achtung, der Kunde zahlt fast nix«-Lampe auf:
Wir helfen allen Ubernauten so, wie wir unseren Freunden helfen.
Was ein Webspace kostet
Ganz klar: Irgendwelche Kosten im Einkauf muss ein Webspace haben.
Man braucht Hardware, Platz in einem Rechenzentrum, Strom, Klimatisierung,
dann fällt natürlich Datentransfer an,
und schließlich auch noch der technische Support durch Menschen wie dich und mich,
die gerne eine festes monatliches Gehalt und einen sicheren Arbeitsplatz haben möchten.
Webspace-Hosting ist allerdings ein klassisches Massengeschäft,
und wie Massengeschäfte es so an sich haben, strebt der Preis um so mehr gegen Null,
je mehr Masse man hat. Gleichzeitig wird daraus bei den meisten Anbietern ein
merkwürdiges Subventionsmodell: Die vielen kleinen Kunden, die nur einen Bruchteil der angebotenen
Leistung in Anspruch nehmen, finanzieren nämlich die wenigen großen Kunden mit,
deren Ressourcennutzung weit mehr Kosten verursacht, als jene monatlich bezahlen.
Wie also unterscheiden die meisten Anbieter zwischen den verschiedenen Tarifen?
Sie ziehen willkürlich irgendwelche Grenzen. Da wird munter die Anzahl der E-Mail-Adressen
oder der Datenbanken begrenzt,
oder es werden Features wie ein SSH-Zugang willkürlich nur bei teuren Tarifen freigeschaltet,
obwohl es sich dabei einfach nur um simple Einstellungen handelt.
Spätestens, wenn man noch berücksichtigt, dass vor allem der technische Support ein massiver
Kostenfaktor ist, von dem aber jeder erwartet, dass er natürlich pauschal mit abgedeckt ist,
kann man eigentlich nur zu einem Schluss kommen: Der Preis für einen Webspace hat praktisch
nichts damit zu tun, was dem Anbieter im Einkauf tatsächlich für Kosten entstehen.
Es ist einfach nur ein gemittelter Preis über die gesamte Kundenbasis.
Im Grunde machen wir also nichts anderes als die großen Anbieter der Branche:
Jeder bezahlt einfach irgendwas, und wir hoffen, dass es am Ende in der Summe reicht.
So einfach ist das.
Der Unterschied ist nur, dass diese Summe bei uns nicht von uns anhand irgendwelcher
frei erfundener Grenzen bestimmt wird, sondern dass du ihn dir selbst aussuchst:
Denn wir sind überzeugt davon, dass du so wie die meisten Menschen gerne dazu bereit bist,
einen fairen Preis zu bezahlen, wenn du nicht über den Tisch gezogen wirst.
Domainpreise
Domainpreise sind so eine Sache, denn bei einer Leistung, die wir selbst extern einkaufen müssen,
ist es schwierig, hier das Konzept der freien Preiswahl weiter durchzuziehen.
Wir haben uns letztlich dazu entschieden, Domains unter einem Set gängiger TLDs mit ähnlichen Einkaufspreisen
(.de, .com, .net, .org) zu einem einfachen Schema anzubieten:
Wir berechnen einmalig 5 Euro und setzen deinen monatlichen Mindestpreis um 50 Cent herauf.
Wenn du dich also beispielsweise ohnehin dazu entschieden hast, monatlich 6 Euro für deinen Uberspace zu bezahlen,
so kannst du deinen monatlichen Preis einfach beibehalten,
wenn du die eine oder andere Domain dazunimmst (nur die einmaligen 5 Euro fallen an).
Domains unter anderen TLD bieten wir dir gerne auf Anfrage.
Selbstverständlich kannst du deine Domains aber auch registrieren, wo immer du möchtest,
und sie trotzdem auf deinen Uberspace aufschalten lassen – das kostet dann unsererseits gar nichts.
Einkaufskosten mal konkret
Was für Kosten haben wir also wirklich?
Um hier einen kleinen Anhaltspunkt zu geben,
nennen wir einfach mal ein paar Eckdaten,
die bei uns auf den einmaligen und monatlichen Lieferantenrechnungen stehen.
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Storage:
Im Hintergrund unserer Webspaces stehen zwei große Storage-Systeme
mit vielen Festplatten. Zwei, weil wir alle Daten live spiegeln –
falls mal eins der beiden Systeme ausfällt. Kosten: um die 3000 Euro pro Storage-System.
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Hosting-Server:
Unsere Webspaces verteilen wir auf mehrere Server, die Arbeitsspeicher und CPU-Ressourcen bereitstellen.
Festplatten haben sie nicht, weil wir dafür ja den Storage haben.
Je nachdem, wie ressourcenintensiv die auf einem Server betriebenen Webspaces ausfallen,
können etwa 100-1000 auf einem Server untergebracht werden.
Kosten: um die 1000 Euro pro Server.
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Rechenzentrum:
Irgendwo müssen die Server stehen, nämlich in einem 19-Zoll-Rack
in einem Rechenzentrum mit guter Infrastruktur und Internetanbindung.
In einem Rack bekommen wir maximal ca. 30 Server unter, dann ist Schluss,
weil die Klimatisierung bei 4 kW Leistungsaufnahme gedeckelt ist.
Kosten: um die 900 Euro monatlich pro Rack.
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Strom:
Server brauchen nun mal Strom. Ein einfacher Hosting-Server liegt bei etwa 100 Watt Leistungsaufnahme,
was im Monat rund 72 kWh pro Server ergibt;
die Storage-Systeme benötigen schon allein aufgrund der vielen Festplatten deutlich mehr.
Kosten: um die 20 Cent pro kWh.
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Datentransfer:
Wir legen Wert auf Qualität statt Quantität. Deshalb nutzen wir eine Anbindung,
die mehrfach redundant ausgelegt ist und direkte Verbindungen mit allen wichtigen
deutschen Providern hat. Der Traffic muss so nicht über das Ausland geroutet werden
(was billiger, aber langsamer wäre). Derzeit nutzen wir an beiden Rechenzentrums-Standorten
jeweils einen 1-GBit/s-Uplink; der darüber laufende Traffic wird nach Bandbreite abgerechnet.
Kosten: um die 1000 Euro monatlich pro 100 MBit/s.
Die Preise der anderen
Um dir den Vergleich von Preisen und Leistungen etwas zu vereinfachen, haben wir hier einige Angebote anderer Anbieter zusammengestellt.
Dabei haben wir einen besonderen Schwerpunkt darauf gelegt, zu prüfen, ab welchen Tarifen bestimmte Features verfügbar sind,
die bei Uberspace.de immer dazugehören (insbesondere PHP, MySQL, freie CGI-Scripts, Cronjobs, SSL-Verschlüsselung oder ein SSH-Zugang),
wenn sie denn überhaupt verfügbar sind.
Alle Informationen sind Stand März 2010 und sind ohne Gewähr. Bitte informiere dich auf den Websites der betreffenden Anbieter,
um aktuelle und verlässliche Informationen zu erhalten. Und wenn dir einer fehlt, mit dem du uns vergleichst, sag uns einfach Bescheid:
Wir recherchieren gerne nach.
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1&1
1&1 ist einer der ältesten
Anbieter am Markt. Der Einstiegsbereich ins Webhosting umfasst Webspace-Pakete, die auf bestimmte Funktionen getrimmt sind, z.B.
Blog- oder Fotohosting. Das kleinste Paket für »freies« Hosting ist
1&1 Homepage Perfect für monatlich
6,99 Euro. Mit diesem Paket sind PHP und
MySQL möglich, aber keine freien CGI-Scripts, Cronjobs oder ein SSH-Zugang. Ob man beim nächstgrößeren Paket
1&1 Homepage
Business für monatlich 14,99 Euro freie CGI-Scripts nutzen kann, ist uns nicht ganz klar: Die Featureliste führt zwar
»Perl, Python« auf; der Punkt »Einbindung eigener CGIs« ist jedoch nicht aktiviert. Um einen SSH-Zugang
und Cronjobs nutzen zu können, muss es
1&1 Homepage Pro sein – für stolze 29,99 Euro pro Monat.
Alle Tarife zeichnen sich dadurch aus, dass der
groß beworbene Preis viel günstiger ist als der tatsächliche.
Um zu sehen, dass der günstigere Preis nur für die ersten sechs Monate gilt, muss man schon sehr genau hinschauen.
Damit man auch wenigstens sechs Monate lang den teureren Preis bezahlt, haben alle Tarife eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten,
und auch noch eine Einrichtungsgebühr. Und wenn du nicht vier Wochen vor Ablauf kündigst – bist du erneut für 12 Monate
gebunden. Bezahlen kannst du ausschließlich per Lastschrift, nicht per Überweisung.
Glücklicherweise ist bei den drei genannten Angeboten der Datentransfer seit Kurzem pauschal inklusive. 1&1 berechtigt sich nämlich
ansonsten per AGB, bei Überschreitung des enthaltenen Datentransfers den Kunden ungefragt auf den nächsthöheren Tarif
upzugraden, wenn er das Inklusivevolumen überschreitet.
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Alfahosting
Alfahosting
hat seine Tarifstruktur in nicht weniger als sechs verschiedene Pakete aufgegliedert, die sich zum Teil in bestimmten Features,
zum Teil in höheren Limits äußern (z.B. mehr E-Mail-Adressen, mehr Datenbanken). Die Featureliste strotzt nur so
vor blumigen Begriffen wie »Upgrademöglichkeit« (man kann Features dazubuchen) oder auch »MP3- und Videofähig«
– was immer das technisch konkret bedeuten soll. Bei den höheren Paketen ist auch ein »Speed-Turbo« (wow!) dabei.
Bei Alfahosting brauchst du vernünftigerweise mindestens das
Starterpaket für monatlich 1,29 Euro, ansonsten gibt's kein IMAP,
kein MySQL, keine Möglichkeit der Nutzung von CGI-Scripts oder auch nur einem einfachen Passwortschutz per .htaccess-Datei.
Für die Nutzung von Webmail, Spamfilterung oder die Erstellung grafischer Statistiken aus deinen Logs muss es schon das
Powerpaket für monatlich 1,99 Euro sein. Cronjobs kannst du hierbei dazubuchen – für 1,90 Euro pro Monat,
also fast soviel, wie der restliche Webspace kostet. Inklusive sind Cronjobs erst im
Multipaket für monatlich 2,99 Euro,
so dass es folglich überhaupt keinen Sinn ergibt, Cronjobs einzeln zum Powerpaket hinzuzubuchen.
Wenn du deine Daten gerne verschlüsselt per SCP/SFTP auf den Server hochladen willst, muss es das
Businesspaket
für monatlich 7,99 Euro sein. Einen SSH-Zugang scheint es grundsätzlich nicht zu geben.
Die Mindestlaufzeit beträgt bei allen Angeboten stolze 24 Monate und verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn du nicht 3 Monate
vor Ablauf der Vertragslaufzeit kündigst.
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all-inkl.com
Bei
all-inkl.com
kannst du vernünftigerweise erst beim Paket
Privat für monatlich 4,95 Euro anfangen. Ansonsten hast du nämlich
weder Mailinglisten noch IMAP, weder PHP noch MySQL, und auch den Mailabruf per POP3 gibt's nur unverschlüsselt.
Möchtest du einen Spamfilter nutzen, deine Website über einen HTTPS-Proxy abrufen können, Cronjobs einrichten
oder auf die DNS-Einträge deiner Domain zugreifen können, muss es mindestens
Privat Plus für monatlich 7,95 Euro sein.
SSH-Zugänge gibt es bei keinem einzigen Angebot – nicht mal bei
Business, obwohl jenes monatlich stolze 24,95 Euro
kostet.
Bei jedem Tarif fallen 14,95 Euro Einrichtungskosten an.
Möchtest du per Überweisung statt per Lastschrifteinzug zahlen, musst du jeweils jährlich im Voraus zahlen.
Ein besonderes Schmankerl versteckt sich in den AGB: all-inkl.com behält sich nämlich vor, Mails drei Wochen nach Eingang
einfach zu löschen. Wie man unter diesen Umständen IMAP nutzen können soll (das schließlich alle Mails dauerhaft serverseitig verwaltet),
ist uns ein Rätsel.
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domainFACTORY
Bei
domainFACTORY heißen die Webspace-Pakete
MyHome. Die Spanne reicht hier vom
Basispaket für monatlich 1,15 Euro, das aber noch keine Möglichkeit für die
Ausführung von Scripts oder die Nutzung von Datenbanken ermöglicht. Diese kann man einzeln dazubuchen. domainFACTORY bietet zwei Pakete
namens
Vorkonfiguration 1 für monatlich 5,15 Euro und
Vorkonfiguration 2 für monatlich 6,15 Euro an,
die entsprechende Features haben und sich nur im Speicherplatz unterscheiden. Erfreulicherweise sind bei allen Paketen SSL-Verschlüsselung,
die Nutzung von SFTP und .htaccess-Dateien möglich; es kann zwischen verschiedenen MySQL-Versionen gewählt werden; auch eigene Einstellungen
in der php.ini sind möglich. Einen SSH-Zugang und Cronjobs gibt es jedoch bei keinem der Webspace-Pakete – auch nicht gegen Aufpreis.
Das an sich runde und umfangreich ausgestattete Angebot wird nur leicht dadurch getrübt, dass auch domainFACTORY sich dem Trend angeschlossen
hat, in der Bewerbung einen weitaus kleineren Preis für die Pakete anzugeben, der jedoch nur in den ersten sechs Monaten gilt.
Dafür betragen Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist nur jeweils einen Monat, so dass eine Kündigung möglich ist, bevor der teurere reguläre
Tarif gilt. Das finden wir definitiv fair.
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Greatnet
Bei
Greatnet sind die Webspace-Pakete
auf fünf verschiedene Tarife aufgegliedert. Das Paket
Basic bietet zwar schon ordentlich Platz, aber keinerlei dynamische
Gestaltungsmöglichkeiten. Das beginnt erst beim Paket
Entry für monatlich 2,99 Euro. Die Abgrenzung zum nächstgrößeren Paket
Classic für monatlich 5,99 Euro erscheint uns reichlich merkwürdig: So ist beim Entry-Paket kein »WAP« möglich,
obwohl sich dieses Feature lediglich auf das Setzen eines MIME-Types beschränkt. Bei
Entry ist zwar Perl möglich; Python aber
erst bei
Classic, das auch mindestens benötigt wird, wenn MySQL zum Einsatz kommen soll. Für Cronjobs braucht es dann schon das
Paket
Business für monatlich 9,99 Euro. Das noch größere
Expert-Paket unterscheidet sich nur noch in den Limits, nicht
mehr in den Features. Dafür kostet es monatlich stolze 19,99 Euro.
Bei Greatnet bist du immer für 12 Monate gebunden, der Vertrag verlängert sich auch immer um 12 Monate, wenn du nicht vier Wochen vorher
kündigst. Die Zahlungsweise ist jährlich im Voraus – willst du monatlich bezahlen (was nichts an der Laufzeit ändert), werden 15 Euro
Einrichtungsgebühr fällig. Willst du nicht per Lastschrift, sondern per Überweisung zahlen, kostet dich das 5 Euro pro Rechnung extra.
Nein, das ist nicht die Gebühr für eine Papierrechnung – die kostet noch weitere 1,45 Euro zusätzlich.
Auch Greatnet verpflichtet seine Kunden dazu, Mails spätestens vier Wochen nach Eingang abzurufen und vom Server zu löschen, wobei die AGB
offenlässt, was ansonsten passiert. Auch hier stellt sich die Frage, wie unter diesen Bedingungen die Nutzung von IMAP überhaupt Sinn ergeben soll.
Ebenfalls nicht von schlechten Eltern: Wer dabei erwischt wird, dass er spammt, Rechte Dritter verletzt oder pornographische Angebote bereitstellt,
und zwar auch dann, wenn jene Inhalte auf einem
anderen Server liegen und nur über eine Subdomain oder eine Umleitung einer bei Greatnet registrierten Domain
erreichbar sind … der hat 5.500 Euro Vertragsstrafe an Greatnet zu zahlen. Warum auch immer, denn Greatnet träfe hier ja nicht einmal eine Störerhaftung.
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Hetzner
Bei
Hetzner
bekommst du MySQL-Datenbanken erst ab dem Paket
Level 4, das monatlich 4,90 Euro kostet. Du kannst dabei aber nur PHP
nutzen. Möchtest du gerne Perl- oder Python-Scripts einsetzen, oder brauchst du Cronjobs, muss es
Level 9 für monatlich
9,90 Euro sein. Einen SSH-Zugang zur Shell bekommst du erst ab
Level 19, das seinem Namen entsprechend monatlich
19,90 Euro kostet.
Möchtest du per Überweisung statt per Lastschrifteinzug zahlen, musst du jeweils jährlich im Voraus zahlen. Davon abgesehen erscheint
uns das Hetzner-Angebot fair, klar strukturiert, nachvollziehbar gegliedert und auf den ersten Blick fußangelfrei.
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HostEurope
Bei
HostEurope
heißen alle Webhosting-Pakete
WebPack, in den Größenordnungen S bis XXL. Es sollte mindestens das Paket
M
für monatlich 2,99 Euro sein,
wenn du irgendwas Dynamisches möchtest. Dafür ist dann auch gleich alles dabei: PHP5, Python, Ruby, TCL – Perl wird nicht erwähnt,
aber nehmen wir es ruhig einmal an. Die einzige featuremäßige Abgrenzung zwischen
M und dem nächstgrößeren
L
für monatlich 4,99 Euro sind interessanterweise
die »Htaccess Features«, die man zum Beispiel für einen einfachen Passwortschutz benötigt – obwohl
das
nun wirklich keine Systemressourcen braucht. Für die Installation gängiger Webapplikationen bietet HostEurope einen
Easy
Application Installer, der eine ganze Reihe Anwendungen installieren kann – die beliebten Systeme
Joomla!
und
Typo3 jedoch grundsätzlich erst ab einem virtuellen Server, obwohl die WebPacks aus unserer Sicht grundsätzlich zum
Betrieb dieser Pakete in der Lage sein müssten. Der Grund dafür ist für uns nicht ersichtlich. Cronjobs und SSH bietet keins
der Pakete.
Alle Pakete haben eine einmalige Einrichtungsgebühr von 14,99 Euro. Erfreulicherweise hat nur das
M-Paket eine
Mindestlaufzeit von 12 Monaten; das
L-Paket schon nur noch von 3 Monaten – die noch größeren Pakete sind dann monatlich
kündbar. Alle Verträge verlängern sich jeweils um die Vertragslaufzeit, wenn sie nicht vier Wochen vorher gekündigt werden.
Alles in allem ein faires Angebot mit guter Ausstattung und ohne Fußangeln.
HostEurope verlangt wie auch Greatnet die Zahlung einer Vertragsstrafe, hier konkret von 5.112,92 Euro, wenn der Kunde gegen
die Nutzungsbedingungen verstößt, die nicht nur Ungesetzliches, sondern auch an sich erlaubte Dinge wie z.B. die Bereitstellung von
auf Gewinnerzielung gerichteten Leistungen,die erotische Inhalte zum Gegenstand haben – bei potentiell kritischen Dingen also
bitte erstmal schauen, ob diese HostEurope auch genehm sind.
-
Strato
Bei
Strato werden die Webhosting-Pakete
nach einer etwas undurchsichtigen Struktur in
BasicWeb,
DynamiX und
PowerPlus unterteilt, wobei es in allen
drei Produktlinien unterschiedliche Ausprägungen gibt. Konzentriert man sich auf die Pakete, die zumindest grundsätzlich dynamische Inhalte irgendeiner Art ermöglichen,
reduziert sich der Kreis auf wenige Pakete:
BasicWeb XL für monatlich 3,99 Euro bietet PHP5 und eine MySQL-Datenbank sowie
»Perl«, aber nicht die Option »Aufspielung eigener CGIs«, was wohl so zu verstehen ist, dass man nur auf ein
vorgefertigtes Set von Perl-Scripts zugreifen kann. SSH/SFTP und Cronjobs sind hier auch nicht möglich, und interessanterweise zwar
die Nutzung von
Joomla! und
Drupal, nicht aber die Nutzung von
Typo3, aus welchem Grund auch immer.
»Nett« ist, dass die Featureliste gleich darauf hinweist, dass das Backup nicht die MySQL-Datenbank umfasst.
Das Paket
DynamiX Basic für monatlich 2,99 Euro muss noch um die Option
+Construction für monatlich 1,99 Euro
erweitert werden, damit an dynamische Inhalte zu denken ist. Damit ergibt sich ein monatlicher Preis von 4,98 Euro. Hier sind dann neben PHP5
und MySQL auch eigene CGI-Scripts möglich, aber auch hier nur mit Perl: Python und Ruby bleiben außen vor. Und auch hier gilt:
Joomla! und
Drupal ja,
Typo3 nein; keine Cronjobs, kein SSH/SFTP, und beim Backup bleibt MySQL außen vor.
Im Grunde sind erst die
PowerPlus-Pakete ernstzunehmendes Webhosting. Das Standardpaket für monatlich 6,90 Euro
erlaubt schon recht viel; eigene CGIs bleiben hier aber plötzlich wieder außen vor, obwohl das Paket teurer ist als
DynamiX Basic +Construction.
Hier gibt's zwar SSH – aber keine Cronjobs (in der Regel sieht man dieses Verhältnis eher genau umgekehrt). Die Kombination daraus,
einerseits SSH zu erlauben, andererseits dann aber im Webspace keine freien CGI-Scripts ausführen zu können, erscheint uns reichlich seltsam.
Auch hier übrigens: Kein
Typo3.
Die volle Leistung gibt es dann erst beim
PowerPlus L für monatlich 14,90 Euro. Das noch weitaus teurere
PowerPlus XL
für monatlich 24,90 Euro unterscheidet sich nur in den Limits, nicht in den Features. Hier sind dann auch freie CGI-Scripts möglich,
nicht nur in Perl, sondern auch in Python und Ruby, und hier kann man per SSH dann auch Cronjobs einrichten. Last but not least funktioniert
hier dann auch endlich
Typo3 – und die beiden Pakete sind die einzigen, die die MySQL-Datenbanken mit ins Backup aufnehmen.
Strato ist Vorreiter der ärgerlichsten Erfindung, seit es Preislisten gibt: Überspitzt formuliert kosten nämlich die meisten Pakete 0 Euro –
mit Sternchen. Wir haben oben daher immer die Preise genannt, die nach der anfänglichen 0-Euro-Phase gelten.
Alle Pakete haben eine Einrichtungsgebühr; alle haben Mindestlaufzeiten von 6 oder 12 Monaten und verlängern sich
bei Ausbleiben einer Kündigung jeweils um 6 oder 12 Monate.
So intransparent die Aufteilung und Bewerbung der Webspace-Produkte ist – die AGB macht einen fairen Eindruck. Zwar sind auch hier
einige an sich rechtlich zulässige Inhalte nicht erlaubt; Strato erhebt jedoch zumindest keine willkürlichen Vertragsstrafen bei Verstoß.