Uberspace.de ist eine Hosting-Plattform, die auf Basis von Kooperation, Fairness und einem freundlichen Umgang miteinander bereitgestellt wird. Wir sind uns sicher, dass sich hier jeder Zuhause fühlen kann, ohne dass wir den Einzelnen durch massive Vorschriften einschränken müssen. Für den Fall, dass Unsicherheiten bestehen, legen wir an dieser Stelle aber gerne einmal konkret dar, was wir für ein unkompliziertes Zusammenarbeiten für wichtig erachten. So wie es für Mieter in einem Mehrparteienhaus eine Hausordnung gibt, haben auch wir für die Nutzung von Uberspace.de eine solche zusammengestellt.

Veröffentlichung von Inhalten

Wir erlauben grundsätzlich alles, was nach deutschem Recht sowie den rechtlichen Bestimmungen der Länder, an die sich deine Website richtet, zulässig ist. Darüberhinaus halten wir uns raus. Wir haben keine politische Ausrichtung; wir erheben keine moralischen Zeigefinger; uns ist gleich, ob du deinen Uberspace privat, für einen Verein oder für eine geschäftliche Unternehmung nutzt. Wir sind der Ansicht, dass es nicht die Aufgabe von Internetprovidern ist, über die Zulässigkeit von Inhalten zu urteilen.

Solltest du Inhalte veröffentlichen wollen, die gesetzlich strengeren Auflagen unterliegen, beispielsweise erhöhten Jugendschutzanforderungen, müssen wir selbstverständlich darauf bestehen, dass du jene umsetzt. Auch wir zweifeln manchmal an der Sinnhaftigkeit bestimmter gesetzlicher Vorgaben. Aber der Raum, um sich darüber hinwegzusetzen, ist nicht hier.

Bitte beachte, dass du bei jeglicher Veröffentlichung von Inhalten (einfach gesagt, immer dann, wenn deine Website nicht ausschließlich aus einem passwortgeschützten Bereich besteht) dem Telemediengesetz unterliegst, das dich in aller Regel zur Angabe eines Impressums verpflichtet. Bitte komme dieser Verpflichtung von Anfang an nach. Werden wir von Dritten auf ein fehlendes Impressum bei einer impressumspflichtigen Website hingewiesen, müssen wir dieses in aller Regel bis zur Korrektur sperren, um einer Störerhaftung zu entgehen.

Regeln für den Mailversand

Wir setzen für Mails an einzelne bzw. wenige Empfänger keinerlei Limits in Bezug auf die Anzahl verschickter Mails pro Zeitraum fest. Wir sind der Überzeugung, dass die reine Anzahl von Mails keinen Rückschluss auf ihre Legitimität zulässt. Allerdings begrenzen wir die Größe von Mails auf 25 MB sowohl für den Versand als auch für den Empfang. Das hat in erster Linie rein praktische Gründe: Das SMTP-Protokoll ist in keiner Weise für den Versand großer Datenmengen optimiert (keine Kompression, stattdessen sogar Aufblähen der Datenmenge durch Base64-Kodierung; keine Wiederaufnahme abgebrochener Übertragungen), und große Mails erzeugen insbesondere auf nach Spam und Viren filternden Systemen eine hohe Last. Wir bitten dich stattdessen darum, große Dateien mit einem geeigneteren Protokoll (wir empfehlen SFTP) auf deinen Uberspace hochzuladen und dem Empfänger den Link dorthin zuzusenden.

Uberspace.de ist allerdings in der Regel nicht der richtige Provider für Massenmailings. Wir meinen damit nicht explizit nur Spam, sondern auch andere große Mailings, die von ihren Versendern für legitim gehalten werden. Wir bitten dich daher darum, Massenmails nicht ohne vorherige Rücksprache mit uns zu versenden. Wir möchten damit sicherstellen, dass du ein grundlegendes Verständnis von Begriffen wie confirmed opt-in hast und du bei Rückfragen sowohl willens als auch technisch in der Lage dazu bist, Opt-In-Nachweise für versandte Mailings zu erbringen. Wir legitimieren grundsätzlich keine Mailings, deren Opt-In-Nachweis »Wir haben die E-Mail-Adressen von einer Firma eingekauft, die Opt-In-Nachweise vorliegen hat« lautet. Du weißt so gut wie wir, dass das reine Augenwischerei ist und diese Nachweise nicht existieren. Wir tragen diesem Umstand Rechnung.

Der Betrieb von ezmlm-Mailinglisten ist grundsätzlich in Ordnung, da hierbei die Durchführung von Opt-Ins durch die Mailinglistensoftware sichergestellt wird. Der direkte Import größerer Empfängerbestände, beispielsweise mittels ezmlm-sub, unterliegt jedoch den Vorgaben des vorherigen Abschnitts: Bitte halte Rücksprache mit uns.

Bitte beachte außerdem unsere Ausführungen zum Datenschutz in puncto Mail.

Nutzung von Systemressourcen

Bei Uberspace.de teilen sich mehrere Benutzer jeweils einen physischen Server. Wir geben grundsätzlich keine Zusicherungen in der Art »maximal X Nutzer pro Server«. Wir halten das für hanebüchene Schaumschlägerei von Werbetextern anderer Provider. Wir sind uns voll im Klaren darüber, dass es Kunden gibt, die enormen Traffic auf ihren Websites haben, die aber vielleicht in erster Linie aus schlanken statischen Dateien bestehen, von denen die fragliche Maschine Millionen und Abermillionen ausliefern kann, ohne mit der Wimper zu zucken. Umgekehrt können einzelne sehr komplexe Websites ganz massiv Systemressourcen benutzen, auch ohne sonderlich intensiv genutzt zu werden. Wir haben Server, die auch mit 800 Webspaces schnurren wie ein Kater, und andere, wo schon eine einzelne Applikation so viele Ressourcen benötigt, dass sie einen Cluster aus mehreren Webservern benötigt – ja, auch sowas betreuen wir, dann allerdings nicht mehr im Rahmen von Uberspace.de. Das ist einfach eine Nummer zu groß.

Statt einer Zusicherung von maximalen Kundenzahlen kontrollieren wir daher die Auslastung der jeweiligen Maschine in ihrer Gesamtheit. Stellen wir fest, dass die Performance nicht mehr ausreichen sollte, um übliche Peakzeiten problemlos zu überstehen, legen wir neue Uberspaces auf einer neuen Maschine an. Bitte informiere dich unter dem Punkt Technik, wenn du mehr über die von uns eingesetzten Systeme erfahren möchtest.

Wir setzen auf Kooperation und Vernunft. Aus diesem Grund erlegen wir deinem Uberspace keine arbiträren Begrenzungen von Rechenleistung oder Arbeitsspeicher auf. Wir gehen davon aus, dass du dir bewusst bist, dass du ein System, das du dir gemeinsam mit anderen teilst, nicht alleine unter Volllast setzen solltest – du wünschst ja auch nicht, dass du darunter zu leiden hast, wenn andere dies tun. Bitte lies den nächsten Abschnitt, um zu erfahren, wie wir mit Problemen in diesem Bereich umgehen.

Bitte sei dir bewusst, dass shared hosting, so der Oberbegriff für die gemeinsame Nutzung eines Servers durch Mehrere, grundsätzlich das untere Ende der Leistungsskala darstellt. Keine Sorge: Erfahrungsgemäß überschätzen die meisten Leute die Ansprüche an Systemressourcen eher, als dass sie sie unterschätzen. Der Einsatz komplexer Content-Management-Systeme wie Typo3 oder Joomla, Blogsoftware wie WordPress oder Serendipity, Shopsystemen wie osCommerce oder Oxid: All das ist überhaupt kein Problem, auch nicht bei gut besuchten Sites. Spätestens dann, wenn du mit deiner Website auf einem Niveau bist, dass du schon TV-Werbespots dafür schaltest, muss dir aber klar sein: Für eine derart intensive Nutzung ist shared hosting nicht die richtige Lösung, weder bei uns noch anderswo. Wir beraten dich gerne dabei, welche Plattformen hier für dein Vorhaben geeignet sein könnten. Dabei greifen wir auf unsere Erfahrungen zurück, die von den genannten 800 Webspaces auf einem einzelnen Server bis hin zu den … na sagen wir mal, mittelgroßen Lösungen reicht, dem Betrieb einfacher Cluster.

Wir geben zu, dass unser »Such dir deinen Preis selbst aus«-Konzept an diesem Punkt nicht mehr so gut funktioniert, sondern wir dann über handfeste Summen und auf Dauer angelegte Verträge reden müssen. Sollte es mit deiner Website soweit kommen, hoffen wir aber, dir bis dahin ausreichend gezeigt zu haben, dass wir dir gerne als verlässlicher Partner zur Seite stehen – und du eine Vorstellung davon gewinnen konntest, wieviel dir unsere Leistungen wert sind. Wir hoffen, jene deckt sich dann mit unserer.

Das leidige Lied vom Traffic

Über kaum ein Thema wird so kontrovers gestritten wie über den Traffic. Wurden noch vor wenigen Jahren ein- bis zweistellige Euro-Beträge für ein GB Transfer­volumen berechnet, liegen wir heute im Centbereich. Doch auch das scheint noch nicht billig genug zu sein, werfen doch die Branchen­größen mit Angaben wie »5 TB Transfer­volumen« oder auch gleich »Traffic flat« um sich, in der Regel mit ärgerlichem Kleingedruckten. Dabei muss jedem klar sein, dass solche Angaben auf Misch­kalkulationen basieren. Selbst wenn wir einen GB-Preis von nur 5 Cent voraussetzen (was wirklich wenig ist), würden die 5 TB Transfervolumen, die manche Unternehmen großzügig bei Webspaces, virtuellen und dedizierten Servern dazugeben, über 250 Euro kosten. Damit wird der Hintergrund auch schon klar: Die vielen kleinen Kunden, die nur einen Bruchteil ihres Traffickontingents verbrauchen, finanzieren den Traffic-Hunger der ganz Großen eben mit.

Dabei entsteht bei so manchem der Eindruck, derartige Trafficmengen seien realistisch. Wir können aus Erfahrung sagen, dass nicht einmal ein halbes Prozent unserer Webspaces mehr als 1 TB Traffic im Monat verbraucht – und das nimmt weiter unten in der Hitliste noch rapide ab. Schauen wir ein weiteres halbes Prozent tiefer, liegen die Traffic­anforderungen schon bei deutlich unter 100 GB im Monat. Soll heißen: Fast niemand braucht so derartige Mengen. Aber alle wollen für den Fall der Fälle gerüstet sein, auch wenn dieser niemals kommen wird.

Uberspace.de ist zwar vielleicht ein guter Provider, aber ganz sicher kein großer. Schon deshalb können auch derartige Mischkalkulationen bei uns nicht funktionieren, oder sagen wir: Nur in sehr eingeschränktem Umfang. Deshalb können und wollen wir solche astronomischen Trafficmengen nicht bieten. Denn soviel sei gesagt: Unsere Anbindung kostet auch gerade nicht wenig. Dafür ist sie außerordentlich schnell und an alle wichtigen Provider hervorragend angebunden, und sie hat soviele Reserven, dass sie auch Peak-Zeiten locker wegsteckt. Das zählt für uns letztlich mehr. Für dich möglicherweise auch.

Nun, jeder will eine Obergrenze hören. Hier ist unsere: 100 GB im Monat. Das klingt nach wenig. Aber vertrau uns: Höchstwahrscheinlich wirst du nie auch nur ansatzweise in die Nähe dieser Grenze kommen.

Und wenn es mehr wird? Nun, niemand reißt dir einen Kopf ab. Wir berechnen auch nichts nach. Wir sperren deinen Uberspace auch nicht. Nun ja, nicht sofort zumindest. Aber wir werden das Gespräch mit dir suchen, um zu klären, ob dies vielleicht nur ein einmaliges Problem war. Wenn du wirklich auf Dauer wesentlich mehr Traffic brauchst, dann suchen wir eine Lösung. Die kann darin bestehen, dass wir uns einvernehmlich auf einen höheren monatlichen Betrag einigen; sie kann auch darin bestehen, dass du lieber zu einem Provider wechseln möchtest, der seine anderen Kunden für deinen Traffic bezahlen lässt (ja, wenn man es so formuliert, klingt das fies, aber so funktioniert deren Geschäft nun mal).

Eingriffe und Sperrungen eines Uberspaces

Grundsätzlich sperren wir einen Uberspace nicht ohne Not, und wenn, dann so begrenzt wie möglich auf den zu beanstandenden Bereich. Erhalten wir beispielsweise Kenntnis davon, dass über ein von dir installiertes Script eine Sicherheitslücke aufgerissen wurde, über die ein Angreifer dann Tools hochgeladen hat, mit denen er nun Spam verschickt, eine Phishing-Site aufsetzt oder sonstige Störungen vollzieht, sperren wir das entsprechende Script oder ggf. das Verzeichnis, in dem es liegt. Bitte habt aber Verständnis dafür, dass wir kein Sicherheitsanalyse-Unternehmen sind. Im Zweifelsfall müssen wir uns vorbehalten, zur Not den gesamten Uberspace zu sperren, wenn wir kein genaues Einfallstor identifizieren können.

Bei Beschwerden über Urheberrechtsverletzungen oder anderen Rechtsverletzungen wie beispielsweise von Vorgaben des Jugendschutzes kommen wir unserer Prüfungspflicht entsprechend der gesetzlichen Richtlinien nach. Das bedeutet konkret, dass wir die Beschwerde nachzuvollziehen versuchen und eine Sperrung vornehmen, wenn die Rechtsverletzung offenkundig ist (Prüfungspflicht nach Kenntnisnahme). Sollte die Rechtsverletzung nicht offenkundig sein, bestehen wir gegenüber Ermittlungsbehörden darauf, uns Sperrungsverfügungen durch die Staatsanwaltschaft zuzustellen, damit wir eine rechtliche Grundlage für eine Sperrung haben. Wir sperren grundsätzlich nicht »auf Zuruf« in vorauseilendem Gehorsam.

Im Falle eines nicht mit uns abgesprochenen Massenmailings behalten wir uns vor, deinen Uberspace für den Versand von Mails zu sperren, bis die Angelegenheit zufriedenstellend geklärt werden konnte.

Bei allen Sperrungen wirst du selbstverständlich von uns informiert, so dass wir gemeinsam die weiteren Schritte besprechen können.

Bei einer Überreizung von Ressourcen in einem Maße, dass es die Geschwindigkeit und/oder Verfügbarkeit anderer Uberspaces auf dem System spürbar beeinträchtigt, versuchen wir, sensible Lösungen zu finden. Wir gehen nicht von böser Absicht aus, aber möglicherweise von Folgen eines Versehens oder einfacher Unwissenheit. Finden wir zum Beispiel einen von dir gestarteten Prozess vor, der das System unter Volllast setzt, werden wir in der Regel zuerst versuchen, dessen Leistung einzuschränken (renice). Parallel dazu werden wir aber auch versuchen, mit dir zu klären, was vor sich geht. Im schlimmsten Fall müssen wir uns vorbehalten, Prozesse auch abzubrechen, wenn wir keine bessere Möglichkeit sehen. Du kannst dir sicher sein, dass jegliche Eingriffe unsererseits, denen keine Absprache mit dir vorausgeht, unsere letzten Mittel darstellen. Bitte mach gemeinsam mit uns das Beste aus der Situation und nimm sie zum Anlass, mehr darüber zu lernen, was von dir installierte oder benutzte Software eigentlich tut.

Alles nochmal in Kürze

Viel Text, Hälfte schon vergessen? Kein Problem. Hier nochmal die wichtigsten Punkte in der Übersicht.

  • Erlaubt ist alles, was gesetzlich zulässig ist. Unsererseits gibt es keine weiteren Einschränkungen.
  • Rechtliche Vorgaben musst du zwingend einhalten, insbesondere Jugendschutz-Vorgaben sowie die Impressumspflicht.
  • Die Mailanzahl für Kommunikation mit einzelnen bzw. wenigen Empfängern ist nicht begrenzt; die Mailgröße auf maximal 25 MB pro Mail.
  • Massenmailings erlauben wir grundsätzlich nur nach Absprache.
  • Es gibt keine festen Ressourcenlimits für Rechenzeit und Arbeitsspeicher; bei Problemen mit Überlastung reden wir mit dir.
  • Sei dir darüber im Klaren, dass shared hosting nicht für jede Anforderung das Richtige ist.
  • 100 GB Traffic im Monat müssen reichen; danach reden wir mit dir.
  • Sperrungen nehmen wir nur bei offensichtlichen Rechtsverletzungen, Aufforderungen durch Staatsanwaltschaft oder massiven technischen Beeinträchtigungen (Hack, Spamversand etc.) vor.
  • Sonstige Eingriffe erlauben wir uns nur bei massiver Beeinträchtigung Dritter, immer verbunden mit Rücksprache.

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